Europäische Auster soll zurück in Nordsee

Die Europäische Auster soll mehr als 80 Jahre nach ihrem Verschwinden wieder in der deutschen Nordsee heimisch werden.

AgE |

Die Europäische Auster soll mehr als 80 Jahre nach ihrem Verschwinden wieder in der deutschen Nordsee heimisch werden.

Dazu hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) bereits im April dieses Jahres gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben gestartet, bei dem erstmals eingehend die Möglichkeiten der Wiederherstellung von Austernbeständen im Freiland erforscht werden sollen. Das BfN und das AWI gaben am vergangenen Donnerstag (in Hamburg einen Einblick in die Inhalte und Ziele des auf drei Jahre angelegten Vorhabens.

Nach den Worten von BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel wird mit dem Projekt das Ziel verfolgt, unter Berücksichtigung der rechtlichen Vorgaben die Grundvoraussetzungen für ein langfristig angelegtes Restaurationsprogramm zu schaffen. In einem ersten Schritt seien kürzlich internationale Forschungseinrichtungen und Zuchtbetriebe in Großbritannien, Irland und den USA besucht worden, um aus den Erfahrungen von Austernzuchten und anderen Restaurationsvorhaben zu lernen und geeignete Methoden und Technologien auf die Situation in der deutschen Nordsee zu übertragen, berichtete Jessel. Geplant sei darüber hinaus der Aufbau eines internationalen Netzwerks zur Austernrestauration, um Initiativen zur Wiederansiedlung zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen und gegenseitig von den Ergebnissen der Forschungsprojekte zu profitieren.

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