Europäische Landwirte blicken mit Sorge ins neue Jahr

Die Landwirte in Europa haben an Optimismus verloren. Das geht aus einer aktuellen Befragung der EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) in zehn EU-Mitgliedstaaten hervor.

AgE |

Die Landwirte in Europa haben an Optimismus verloren. Das geht aus einer aktuellen Befragung der EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) in zehn EU-Mitgliedstaaten hervor.

Danach brach der halbjährlich erstellte Zuversichtsindex im vierten Quartal von 2014 um mehr als acht Punkte ein. Damit lag der Index so niedrig wie seit 2010 nicht mehr, nämlich bei weniger als minus 4. COPA und COGECA führen dies auf die Preissenkungen für Agrarprodukte zurück, die im Zuge von Angebotsausweitungen, der Schließung des russischen Marktes sowie - in manchen Teilen Europas - schlechter Witterungsbedingungen verzeichnet wurden. Hohe Betriebsmittelpreise waren nach Angaben der Branchenvertreter ein weiterer Faktor.

Niedrige Ölpreise können Rückgang der Preise nicht ausgleichen

Durch die niedrigen Ölpreise seien zwar die Energiekosten gesunken; dies habe jedoch nicht ausgereicht, um den Rückgang der Erzeugerpreise auszugleichen. Die Studie wurde zwischen September und November 2014 durchgeführt. Befragt wurden mehr als 6 600 Landwirte in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Ungarn, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Schweden und Großbritannien.

Gemischte Reaktionen

Die Frage, ob bei der Betriebsführung in den drei vorangegangenen Monaten Probleme aufgetreten seien, wurde von 73 % der polnischen, aber nur 26 % der französischen Landwirte verneint. In Deutschland hatten 59 % der Befragten keine Probleme bei der Betriebsführung. Je nach Mitgliedstaat äußerten 21 % bis 62 % der Interviewten die Absicht, in den sechs auf die Befragung folgenden Monaten zu investieren. In der Bundesrepublik lag dieser Anteil bei 41 %. Die jüngste Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) führte laut COPA und COGECA zu gemischten Reaktionen in den einzelnen Ländern. Landwirte in Deutschland und Großbritannien waren besonders hinsichtlich der komplizierten und übermäßig bürokratischen Gesetzesregelung besorgt, während Landwirte in Ungarn, Polen und Rumänien laut Studie positiver eingestellt waren, da sie künftig mehr Beihilfen erhalten.

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