Etwa 1,3 Milliarden Tonnen Nahrung finden jährlich weltweit keine Abnehmer, verderben oder werden vernichtet, in einem geschätzten Gesamtwert von fast einer Billion Dollar. Gegen diese Wegwerfpraxis zieht jetzt die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) zu Felde.
Sie unterstützt die Initiative «Save Food» von privaten Partnern. «Save Food» tritt für bessere Abstimmung bei der Nahrungsproduktion und -verteilung sowie für neue Technologien und Investitionen zum Abbau der Verschwendung ein. Das Thema solle zentral auf der bevorstehenden UN-Konferenz «Rio+20» behandelt werden, teilte die UNO-Organisation am Mittwoch in Rom mit.Auch wenn nur ein Viertel der jährlichen Menge an Ausschuss bei den Nahrungsmitteln zu den Menschen gebracht werden könnte, würde das genug sein, die 900 Millionen Hungernden zu versorgen, machte Robert van Otterdijk von «Save Food» die Rechnung auf.
Gemeinsames Handeln könne so die Lebensgrundlage vieler und die Nahrungsmittelsicherheit verbessern, setzte sich auch der FAO-Direktor für landwirtschaftliche Infrastruktur, Gavin Wall, für einen nachhaltigen Umgang mit Nahrung ein.