Farmer gehen beim Klimaschutz in Offensive

AgE |

Der nationale Bauernverband in Australien (NFF) hat eine proaktive Imagekampagne gestartet, in welcher die Farmer über ihre Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen berichten. Unter #RealClimateAction sind die Landwirte aufgerufen, praktische Beispiele für ihren Beitrag zum Klimaschutz in den sozialen Medien zu teilen. 

Es gehe darum zu zeigen, dass die „Landwirtschaft Teil der Klimalösung ist“, erläuterte NFF-Geschäftsführer Tony Mahar. Ihm zufolge haben die Australier im Allgemeinen viel Vertrauen und Sympathie für die Farmer und die heimische Landwirtschaft.

Vom Verband in Auftrag gegebene Studien zeigten jedoch, dass sich die Bevölkerung in Bezug auf den Klimawandel und die Nachhaltigkeit nicht so sicher sei, wie die Abschwächung des Klimawandels und der Anbau von Nahrungsmitteln zusammen passten.

Sie wüssten, dass einige landwirtschaftliche Praktiken Emissionen freisetzten, seien aber nicht so gut darüber informiert, dass im Kohlenstoffkreislauf die Landwirtschaft auch viel CO2 binde und speichere. Seit 2005 sind laut Mahar bereits 65 % der direkten Emissionen in der australischen Landwirtschaft eingespart worden, durch Maßnahmen wie Rotationsweiden, Niedrigsaatkulturen oder die Umwandlung von tierischen Abfällen in erneuerbare Energien.

Trotz dieses Erfolges gebe es aber noch mehr zu tun. So habe sich der Rindfleischsektor zum Ziel gesetzt, bis 2030 CO2-neutral zu sein. Andere Branchen, wie die Schweinefleischindustrie planten, diesen Meilenstein bereits 2025 zu erreichen. Neue Technologien und wissenschaftlicher Fortschritt, wie bei emissionssenkenden Futtermittelzusatzstoffen, würden dabei helfen. Wie all diese Massnahmen in der Praxis bereits umgesetzt würden, darüber würden die Farmer nun in ihren Videobotschaften berichten, so Mahar.

Damit solle Vertrauen und Zuversicht der Bevölkerung in die Landwirtschaft im Bereich Klimaschutz gestärkt werden, was der Schlüssel für eine akzeptierte Agrarproduktion sei. „Wir müssen die Gesellschaft mitnehmen, wenn wir schlechte staatliche Regulierungen vermeiden wollen, denen unsere Branche schon so oft zum Opfer gefallen ist“, betonte der NFF-Geschäftsführer.

Die australischen Farmer seien bereits „weltweit führend in der CO2-Vermeidung“ und würden auch in Zukunft durch Innovationen sowie nachhaltigere Praktiken ein wichtiger Bestandteil der Klimalösung sein. 

 

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