Finanzielle Forderungen für Obst- und Gemüsebauern deutlich tiefer

Die EU-Staaten haben die Forderungen nach einem finanziellen Ausgleich für ihre Obst- und Gemüsebauern wegen des von Russland verhängten Einfuhrstopps deutlich zurückgefahren. Von den von der EU in Aussicht gestellten 125 Mio. Euro würden nun nur rund 37 Mio. Euro abgerufen, teilten EU-Vertreter am Montag mit.

sda |

Die EU-Staaten haben die Forderungen nach einem finanziellen Ausgleich für ihre Obst- und Gemüsebauern wegen des von Russland verhängten Einfuhrstopps deutlich zurückgefahren. Von den von der EU in Aussicht gestellten 125 Mio. Euro würden nun nur rund 37 Mio. Euro abgerufen, teilten EU-Vertreter am Montag mit.

Vor allem Polen verlange nach einer Überprüfung der Entschädigungsforderungen seiner Bauern deutlich weniger. Russland hatte Ende Juli ein Embargo für Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte aus der EU, den USA, Kanada, Australien und Japan verhängt. Damit reagierte der Kreml auf die vom Westen wegen der Ukraine-Krise verhängten Wirtschaftssanktionen.

Die EU-Kommission hatte darauf Hilfe angeboten. Betroffene Gemüse- und Obstbauern sollten demnach Entschädigungen dafür erhalten, dass sie ihre Ware verschenken statt verkaufen oder sie gar nicht erst ernten.

Polen hatte im September zunächst 147 Mio. Euro gefordert. Die EU-Kommission hatte dies als «unverhältnismässig» zurückgewiesen. Nach einer Überprüfung wurde der Betrag für die polnischen Hilfen nach Angaben aus EU-Kreisen auf 25,8 Mio. Euro festgelegt. Unter den EU-Ländern exportieren üblicherweise neben Polen vor allem Litauen, Belgien und die Niederlande besonders viel Obst und Gemüse nach Russland.

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