Fischer und Indios demonstrieren gegen riesiges Wasserkraftwerk

In Brasilien haben Demonstranten erneut die Baustelle für das riesige Wasserkraftwerk Belo Monte am Amazonas-Seitenfluss Xingu besetzt. An der Aktion in Pimental im Bundesstaat Pará nahmen nach Angaben der Nichtregierungsorganisation «Xingu Vivo» am Montagabend (Ortszeit) 120 Indios und Fischer teil.

sda/dpa |

In Brasilien haben Demonstranten erneut die Baustelle für das riesige Wasserkraftwerk Belo Monte am Amazonas-Seitenfluss Xingu besetzt. An der Aktion in Pimental im Bundesstaat Pará nahmen nach Angaben der Nichtregierungsorganisation «Xingu Vivo» am Montagabend (Ortszeit) 120 Indios und Fischer teil.

Das verantwortliche Bau- und Betreiberkonsortium Norte Energia  spracham Dienstag von 80 Demonstranten. Sie hätten einige Arbeiter stundenlang festgehalten, ein Mann sei verletzt worden. Wegen der Aktion waren 900 Arbeiter vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden, wie Norte Energia mitteilte.

Die Demonstranten werfen dem Konsortium vor, es habe Zusagen nicht eingehalten. Die Bauarbeiten für Belo Monte wurden in den vergangenen Monaten immer wieder unterbrochen.

Die umstrittene Anlage soll mit einer Leistungskapazität von 11’233 Megawatt das drittgrösste Wasserkraftwerk der Welt werden, nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem Itaipú-Werk an der Grenze Brasiliens zu Paraguay. Mehr als 500 Quadratkilometer Land müssen für die Staubecken überflutet werden.

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