Wegen Betrugs zurückgezogene Lebensmittel mit Pferdefleisch können in Frankreich an Hilfsorganisationen gespendet werden. Darauf wies Konsumentenminister Benoît Hamon am Donnerstag hin.
«Es liegt dann an den Organisationen zu entscheiden, ob sie diese Geschenke annehmen», sagte Hamon dem Radiosender RMC. Allerdings müssen die Lebensmittel für Konsumenten klar deklariert sein.
Mit Blick auf die bei manchen Fertiggerichten notwendige Kühlkette wies Hamon darauf hin, solche Geschenke könnten teuer werden. «Wir können auch verstehen, wenn die Organisationen das ablehnen.»
Im Skandal um als Rind ausgezeichnetes Pferdefleisch war in Deutschland vorgeschlagen worden, zunächst falsch deklarierte Lebensmittel an Bedürftige abzugeben, statt sie zu vernichten. Das hatte zu heftigen Diskussionen geführt. Politiker von SPD und Grünen lehnten den aus Reihen der Regierungsparteien stammenden Vorschlag strikt ab.