
Hitze und Trockenheit waren in Frankreich regional unterschiedlich ausgeprägt.
Fendt
Hitze und Trockenheit waren auch in Frankreich regional unterschiedlich ausgeprägt.
20% der Betriebe
Wie viele Betriebe dadurch in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, haben die Präfekten der einzelnen Regionen deshalb an Landwirtschaftsministerin Annie Genevard gemeldet. Gemeinsam wurde ein Massnahmenplan erarbeitet, der am 3. September vorgelegt wurde.
Laut Ressortangaben sind in etlichen Regionen sogar mehr als 20% der Betriebe in eine finanzielle Schieflage geraten. Die meisten Betriebe brauchen mehr als umgerechnte 9304 Franken, um akute Finanzlöcher zu stopfen. Die finanziellen Sorgen schlagen bei einigen Landwirten auch auf die Psyche. Bereits jetzt seien deshalb die psychosozialen Betreuungseinheiten in den Präfekturen und in den Dienststellen der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (MSA) sowie in Betreuungsstellen der Landwirtschaftskammern gestärkt worden, so das Ministerium.
Premierminister macht Tempo
Unterdessen hat Premierminister Sébastien Lecornu die Dürrefolgen in der Landwirtschaft zur Chefsache erklärt: In einem Interview mit der Tageszeitung «Le Parisien» versprach er den Landwirten, sie finanziell «gut durch den Winter zu bringen». Für 2027 kündigte Lecornu einen «Wiederaufbauplan» an. Le Parisien zitiert ihn mit den Worten: «Die Landwirtschaft hat für mich nach der Sommerpause oberste Priorität. Wir müssen handeln, und zwar schnell.»
Gleichzeitig gab Lecornu bekannt, dass die Kraftstoffhilfen für betroffene Branchen und Geringverdiener verlängert werden. Weitere Einzelheiten blieb er schuldig. Ursprünglich war die Unterstützung für die Sektoren Landwirtschaft, Fischerei, Bauwesen und Transport bis zum 31. August befristet.