Die Europäische Kommission hat vergangene Woche die notwendigen Formalitäten für Freihandelsgespräche mit den USA eingeleitet. Bevor die Verhandlungen tatsächlich beginnen können, muss die Behörde noch auf den Segen des Rates warten, was in diesem Fall jedoch als sicher gilt und kurzfristig erfolgen dürfte.
EU-Handelskommissar Karel De Gucht erklärte in Brüssel: „Ich freue mich sehr, dass die Europäische Kommission, nur einen Monat nachdem die EU und die USA den Entschluss zu diesem revolutionären Handelsabkommen verkündet haben, bereits einen Mandatsentwurf für zukünftige Verhandlungen fertig ausgearbeitet hat.“
Er hofft, dass das erste bilaterale Treffen noch vor der Sommerpause stattfinden kann. Europa und die Vereinigten Staaten stellen gemeinsam knapp die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung und ein Drittel der globalen Handelsströme. Für die Agrarwirtschaft ergeben sich aus einem Abkommen beträchtliche Chancen - allerdings dürften kontroverse Themen wie Gentechnik, Klonen oder der amerikanische Wunsch nach einer EU-Marktöffnung für gechlortes Geflügelfleisch die Gespräche nicht einfacher machen.