
Seit dem 5. Januar ist tagsüber Fernsehwerbung für ungesundes Essen verboten.
foto-net / Kurt Schorrer
Im Kampf um an Kinder gerichtete Junkfood-Werbung greift die britische Regierung jetzt härter durch. Laut dem Gesundheitsministerium ist seit dem 5. Januar zwischen 5.30 Uhr und 21.00 Uhr die Werbung für ungesunde Lebensmittel und Getränke im Fernsehen verboten. Generell untersagt ist nun bezahlte Online-Werbung im Internet. «Wir wollen so die gesunde Wahl für Eltern und Kinder zur einfachen Wahl machen», betonte Gesundheitsstaatssekretärin Ashley Dalton.
Ziel der Massnahme ist es laut Ministeriumsangaben, Kinder vor übermässiger Reklame für ungesunde Lebensmittel im Fernsehen und im Internet zu schützen. Auf diese Weise will London Fettleibigkeit im Kindesalter reduzieren.
Das Londoner Gesundheitsministerium wies darauf hin, dass im Vereinigten Königreich zu Beginn der Grundschulzeit 22,1% der Kinder von Übergewicht oder Fettleibigkeit betroffen sind; bis zum Ende der Grundschule steigt dieser Anteil auf 35,8%. Zu den häufigsten Gründen für einen Krankenhausaufenthalt der 5- bis 9-Jährigen zählt das Ministerium indes Karies.
Dem Gesundheitsministerium zufolge haben bereits frühere Lenkungsmassnahmen wie die Zuckersteuer auf Softdrinks dazu geführt, dass die Ernährungsindustrie mittlerweile gesündere Produkte designt.