GB: Verbot von Plastik-Trinkhalmen

Im Kampf gegen den Plastikmüll will die britische Regierung bis Ende des Jahres Trinkhalme, Wattestäbchen und Umrühr-Stäbchen aus Kunststoff verbieten. Ein entsprechendes Gesetz kündigte Umweltminister Michael Gove am Donnerstag im Sender BBC an.

Im Kampf gegen den Plastikmüll will die britische Regierung bis Ende des Jahres Trinkhalme, Wattestäbchen und Umrühr-Stäbchen aus Kunststoff verbieten. Ein entsprechendes Gesetz kündigte Umweltminister Michael Gove am Donnerstag im Sender BBC an.

Das Verbot sei angesichts der Verschmutzung vor allem der Weltmeere von «globaler Dringlichkeit». In Grossbritannien werden jedes Jahr 8,5 Milliarden Trinkhalme aus Plastik weggeworfen. Das Gesetz soll Wegwerfartikel aus Plastik reduzieren, wie die Regierung weiter mitteilte. Es werde aber Ausnahmen geben, etwa im medizinischen Bereich.

Mehrere Veranstalter von Musikfestivals in Grossbritannien kündigten an, die Einmal-Produkte von diesem Jahr an nicht mehr zu verwenden. Das britische Königshaus hat Plastikhalme und Einweg-Plastikflaschen bereits zu Beginn des Jahres von allen seinen Einrichtungen verbannt. Premierministerin Theresa May hatte im Januar eine Reihe von Massnahmen zur Vermeidung von Plastikmüll angekündigt. So plant die Regierung ein Pfandsystem für Plastikflaschen. Zudem sollen Kunden künftig in allen Läden für Plastiksäcke zahlen - bislang gilt dies nur für grosse Geschäfte. Dort kosten Plastiksäcke fünf Pence (sieben Rappen) das Stück.

Die Europäische Union hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, bis 2030 alle Wegwerf-Plastikartikel durch wiederverwertbare Produkte zu ersetzen. Grossbritannien wird die EU aber im kommenden Jahr verlassen.

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