Gewässerschutz: EU beschliesst neue Regeln

Gewässer in der EU sollen künftig besser vor Chemikalien geschützt werden. Auch für sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS) werden bestimmte Grenzwerte eingeführt.

sda |

Nach den Mitgliedstaaten hat nun das Europäische Parlament final grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Im September hatten sich Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten bereits darauf verständigt.

Neue Regeln gelten nach der Abstimmung künftig auch für bestimmte Schmerzmittel und Pestizide. Die Staaten müssen die Vorgaben bis Ende 2027 in nationales Recht umsetzen und haben dann bis 2039 Zeit, um die neuen Standards für Oberflächengewässer und Grundwasser zu erfüllen. Für manche Stoffe sollen die Vorgaben bereits ab 2033 eingehalten werden.

PFAS können sich in der Umwelt anreichern

PFAS – auch Ewigkeitschemikalien genannt – kommen nicht natürlich in der Umwelt vor und überdauern je nach Stoff extrem lange. Dabei können sie sich immer mehr anreichern. PFAS stehen unter anderem im Verdacht, Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs zu verursachen. Seit Januar müssen die EU-Staaten die PFAS-Gehalte im Trinkwasser systematisch überwachen, um neue europaweite Grenzwerte einzuhalten.

Für die Wirtschaft sind die PFAS-Chemikalien hingegen wichtig. Aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale werden die Substanzen in einer grossen Zahl vor allem in industriellen Produkten und Alltagsgegenständen verwendet – von Anoraks über Pfannen bis hin zu Kosmetik.

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