Greenpeace kritisiert Nestlé

Anlässlich der Generalversammlung des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé kritisiert Greenpeace den Umgang des Giganten aus Vevey mit Plastikprodukten. Nestlés Geschäftsmodell basiert laut der Umweltorganisation weiterhin auf Einwegprodukten.

Anlässlich der Generalversammlung des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé kritisiert Greenpeace den Umgang des Giganten aus Vevey mit Plastikprodukten. Nestlés Geschäftsmodell basiert laut der Umweltorganisation weiterhin auf Einwegprodukten.

Das Westschweizer Unternehmen nehme weiter in Kauf, dass Kunststoff die Umwelt belaste und Lebewesen gefährde, teilte Greenpeace am Donnerstag mit. Konkret produziere der Konzern täglich über eine Milliarde Produkte, die gemäss Angaben von 2019 zu weniger als einem Prozent wiederverwendbar seien.

Der Schweizer Nahrungsmittelmulti gehöre damit weltweit zu den grössten «Plastikverschmutzern». Greenpeace fordert daher, dass Nestlé die Abhängigkeit von erdölbasierten Einwegprodukten vermindert und verbindliche Ziele zur Gesamtreduktion des verwendeten Plastiks formuliert. Auch die Investition in Mehrwegsysteme bleibe ein dringliches Thema, hiess es weiter.

Die von Nestlé angekündigten Massnahmen, den Neuplastik um einen Drittel zu reduzieren, bezeichnet die Umweltorganisation als «Scheinlösungen», da sich ein Grossteil des Kunststoffs nicht - wie Nestlé postuliere - rezyklieren lasse. Zudem sei das sogenannte chemische Recycling eine riskante Strategie, die «verheerende Folgen» fürs Klima haben könne.

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