Die Vereinigten Staaten haben in ihrem Streit mit Mexiko um dort geplante Vermarktungshürden für gentechnisch veränderten (GV) Mais obsiegt. Das hat die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai kürzlich mitgeteilt. Die im Rahmen des USA-Mexiko-Kanada-Abkommens (USMCA) eingerichtete Streitschlichtungskommission habe Washington in allen Klagepunkten Recht gegeben. Ausserdem habe sie betont, dass die mexikanischen Massnahmen nicht wissenschaftlich fundiert seien und den Marktzugang untergrüben, den Mexiko im USMCA zugesagt habe.
Für US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack stellt die Entscheidung sicher, dass die US-amerikanischen Erzeuger und Exporteure weiterhin vollen und fairen Zugang zum mexikanischen Markt haben werden. Sie sei ein Sieg für einen fairen, offenen, wissenschafts- und regelbasierten Handel. Und sie sei auch ein Sieg für die Länder auf der ganzen Welt, die Produkte der landwirtschaftlichen Biotechnologie anbauten und nutzten, um ihre wachsenden Bevölkerungen zu ernähren und sich an einen sich verändernden Planeten anzupassen.
Die mexikanische Regierung teilt die Auffassung der Streitschlichtungskommission erwartungsgemäss nicht, will die Entscheidung aber respektieren. Schliesslich sei das Streitbeilegungsverfahren ein wesentlicher Bestandteil des USMCA. Anlass für die Verstimmung zwischen den beiden Ländern waren von Mexiko geplante Einschränkungen für die Verwendung von GV-Mais, unter anderem in Tortillas und Teig. Ausserdem wollte die mexikanische Regierung GV-Mais in allen Lebens- und Futtermitteln schrittweise ersetzen, um einen Beitrag zum Erhalt der Sortenvielfalt zu leisten.
Mexiko ist der wichtigste Absatzmarkt für US-Maisexporteure. Laut Zahlen der US-Regierung verkauften sie von Januar bis Oktober 2024 Mais im Wert von 4,6 Mrd. Franken (4,7 Mrd. Euro) nach Mexiko.
