HEKS: 8600 ha für Kleinbauern

Über 8600 Hektaren Land für über 9500 Bauernfamilien im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh hat HEKS und seine Partnerorganisationen letztes Jahr erstreiten können. Die bisher landlosen Bauern erhalten das Land aufgrund geltender Gesetze.

Über 8600 Hektaren Land für über 9500 Bauernfamilien im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh hat HEKS und seine Partnerorganisationen letztes Jahr erstreiten können. Die bisher landlosen Bauern erhalten das Land aufgrund geltender Gesetze.

Die Regierung von Andhra Pradesh habe 9565 Familien Land zugesprochen und die entsprechenden Landtitel ausgestellt, schreibt das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen (HEKS) am Donnerstag in einem Communiqué. Das HEKS arbeitete vor Ort im Rahmen des «Andhra Pradesh Peoples»s Forum for Land Right» mit lokalen Organisationen zusammen.

Ureinwohner die grössten Nutzniesser

Insgesamt 8265 Hektaren Land würden so für arme Bauernfamilien zugänglich, schreibt das HEKS. Dies entspricht fast der Fläche des Zürichsees. Es handle sich um brachliegendes Gemeindeland, auf das Landlose in Indien von Gesetzes wegen Anspruch haben.

Nutzniesser seien zu 59 Prozent Adivasi, die Ureinwohner Indiens, wird der Leiter des HEKS-Koordinationsbüros in Indien, Siluvapan Guntipalli Chelappa zitiert. Weitere 12 Prozent gingen an Dalits (Unberührbare), 29 Prozent an Familien aus den untersten Kasten.

Hebel im Kampf gegen Armut

HEKS arbeitet seit 55 Jahren in Indien. Seit rund zehn Jahren sei der Landkampf für benachteiligte Bevölkerungsgruppen ein Schwerpunkt der Tätigkeit, heisst es im Communiqué. Zur Koordination der Aktivitäten der Partnerorganisationen habe das HEKS Landrechtsforen gegründet. Gemeinsam habe man seither 100'000 Hektaren für Landlose erkämpft.

Einen Landtitel und damit Anspruch auf ein Stück Land ist für die Ärmsten zentral. Wie Guntipalli Chelappa ausführt, würden die Kleinbauern so respektiert, erhielten Kleinkredite und könnten die Bereitstellung von Elektrizität und Wasser einfordern. «Dank diesen Ressourcen können sie sich eine Lebensgrundlage aufbauen und haben genügend Nahrung.»

HEKS ist seit 2003 in drei südindischen Bundesstaaten in diesem Bereich aktiv. In Tamil Nadu und in Karnataka sei man im Landkampf allerdings weniger erfolgreich unterwegs. In Tamil Nadu etwa setze die Regierung den «Forest Rights Act» von 2006 nicht um.

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