
Madrid will insgesamt 49 Mio. Franken (52 Mio. Euro) zur Verfügung stellen, um den Agrardiesel zu verbilligen. Ein Zuschuss von 19 Rappen pro Liter (20 Cent), der eigentlich jetzt auslaufen sollte, wird bis Ende Juni weiter gewährt.
IWO
Zur Abmilderung hoher Energie- und Düngemittelpreise greift Spanien seiner Agrar- und Fischereiwirtschaft mit einem 833 Mio. Franken schweren Hilfspaket (877 Mio. Euro) unter die Arme.
Nach Regierungsangaben soll allein der Düngerkauf mit 475 Mio. Franken (500 Mio. Euro) bezuschusst werden. Pro Hektar ist bei unbewässerten Flächen eine Beihilfe von einmalig 21 Franken (22 Euro) vorgesehen, bei bewässerter Fläche von 52 Franken (55 Euro). Die Förderung ist auf maximal 300 Hektar pro Antragsteller begrenzt.
Diesel, Kredite und Fischerei
Daneben will Madrid insgesamt 49 Mio. Franken (52 Mio. Euro) zur Verfügung stellen, um den Agrardiesel zu verbilligen. Ein Zuschuss von 19 Rappen pro Liter (20 Cent), der eigentlich jetzt auslaufen sollte, wird bis Ende Juni weiter gewährt.
Weitere 285 Mio. Franken (300 Mio. Euro) stellt der Staat für zinsverbilligte Kredite zur Verfügung, über die der spanische Agrar- und Fischereisektor bereits seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs unterstützt wird. Hinzu kommen 24 Mio. Franken (25 Mio. Euro) an Finanzhilfen für die spanische Fischereiflotte.
Kritik vom Bauernverband
Trotz der stolzen Summe kritisiert der Bauernverband Asaja das Paket als unzureichend. Das Geld würde nur dann helfen, wenn der Krieg im Iran zügig beendet werde, da es nur kurzfristig für Liquidität auf den Höfen sorge.
Was drohe, sei eine zusätzliche Verschuldung der Betriebe, die durch die Kombination aus niedrigen Erzeugerpreisen und hohen Kosten ohnehin in einer prekären Lage seien. Statt kurzfristiger Liquidität bräuchten die Betriebe strukturelle Verbesserungen, stellte Asaja klar.