Die deutschen Landwirte drängen angesichts der hohen Inflation auf eine deutliche Anhebung der Preise für Nahrungsmittel.
«Wir brauchen zwingend höhere Verkaufserlöse, um überhaupt weiter wirtschaften zu können», sagte Bauernverband-Präsident Joachim Rukwied der Zeitung «Augsburger Allgemeine» laut APA. Die massiven Kostensteigerungen könnten die Landwirte nicht allein schultern, sie müssten auch an die Verbraucher weitergegeben werden.
Die Bauern seien mit erheblichen Kostensteigerungen bei Diesel, Dünger und Futtermitteln konfrontiert. Allein der Preisanstieg bei Düngemitteln sei dramatisch. «Diese kosten zum Teil das Vierfache im Vergleich zum Vorjahr», so Rukwied weiter. Auch die Energiekosten hätten sich fast verdoppelt, ebenso seien die Preise für Futtermittel stark angestiegen.
Bisherige Preissteigerungen etwa bei der Milch würden von massiv gestiegenen Kosten regelrecht aufgefressen. «Um überhaupt weiter wirtschaften zu können, brauchen wir deutlich höhere Preise für unsere Produkte», hält der Bauernpräsident fest. Entscheidend dabei sei, dass die höheren Preise auch an die Bauern weitergegeben werden und nicht bei den Handelsketten hängen blieben.
«Bereits die Corona-Pandemie hat viele Betriebe hart getroffen, die Kostenexplosion und die immer noch zu geringen Erzeugerpreise drängen viele Betriebe ins Aus», erklärt Rukwied dem Blatt. Der Krieg in der Ukraine habe mit seinen Folgen für die Landwirtschaft die Lage noch einmal verschärft. Die Inflation in Deutschland lag im Mai bei 7,9%.
