
Die IG warnt, dass die Schweiz dadurch ihre Rechtsautonomie teilweise aufgeben müsse und Landwirtinnen und Landwirte stärker reguliert würden.
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Die Interessenvertretung IG Bauernunternehmen kritisiert das vorliegende Abkommen zwischen der Schweiz und der EU scharf. Insbesondere die dynamische Rechtsübernahme, die Einbindung in EU-Programme und der politische Dialog zur Steuerung erweiterten den bisherigen Rahmen der bilateralen Abkommen, heisst es in der Mitteilung.
Die IG warnt, dass die Schweiz dadurch ihre Rechtsautonomie teilweise aufgeben müsse und Landwirtinnen und Landwirte stärker reguliert würden.
Auswirkungen auf die Landwirtschaft
Das Abkommen betrifft Bereiche wie Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft, Stromversorgung und technische Handelshemmnisse.
Laut IG Bauernunternehmen drohten erhöhte Kontrollen auf Betriebsebene, zusätzliche Bürokratie sowie Ausgleichsmassnahmen, die bei Fehlverhalten ausgelöst werden könnten. Auch Direktvermarkter, Bauernmärkte, Gastronomie und Kantinen würden betroffen sein.
Forderung nach Erhalt der Souveränität
Die IG Bauernunternehmen fordert eine ablehnende Haltung gegenüber dem Vertragspaket. Ziel sei es, die bäuerliche Vielfalt, die hohen Produktionsstandards und die unternehmerische Freiheit in der Landwirtschaft zu bewahren.
Gleichzeitig setze man auf moderne Technologien und nachhaltige Produktion, um Konsumentinnen und Konsumenten gesunde Lebensmittel in der Schweiz zu garantieren.