
Mit dem Umbau der Agrarpolitik verfolgt England das Ziel, öffentliche Gelder stärker an Umwelt- und Naturschutzleistungen der Landwirtschaft zu knüpfen als an die bewirtschaftete Fläche.
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In der Förderung der englischen Landwirtschaft nehmen Direktzahlungen einen immer kleineren Anteil ein. Zugleich sind die Ausgaben für das Nachfolgeprogramm «Anreiz für eine nachhaltige Landwirtschaft» (SFI) kontinuierlich gestiegen. Das britische Agrarressort (DEFRA) hatte das Programm nach dem EU-Austritt aus der Taufe gehoben, um einen Wechsel weg von flächenbezogenen Beihilfen hin zu einem System zu schaffen, mit dem die Landwirte für die Bereitstellung öffentlicher Güter bezahlt werden.
Umweltprogramme gewinnen an Bedeutung
Laut dem am 15. September vorgelegten Jahresbericht zur Landwirtschaft des DEFRA sind die Ausgaben für die Direktzahlungen seit dem Systemwechsel kontinuierlich gesunken. Während es 2020/21 noch 1,87 Mrd. Pfund (2,06 Mrd. Franken) waren, beliefen sich die für die Direktzahlungen bereitgestellten Mittel 2025/26 nur noch auf 265 Mio. Pfund (292 Mio. Franken).
Im Gegensatz dazu zahlte das DEFRA 2025/26 den Farmern über das SFI-Programm 738 Mio. Pfund (812 Mio. Franken). In der vorangegangenen Förderperiode 2024/25 waren es 205 Mio. Pfund (226 Mio. Franken) gewesen; bei den erstmaligen Auszahlungen 2023/24 waren zunächst 30 Mio. Pfund (33 Mio. Franken) ausgeschüttet worden.
Gesamtetat leicht gesunken
Die Gesamtausgaben für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ELM) beziffert das DEFRA für 2025/26 auf knapp 1,82 Mrd. Pfund (2,00 Mrd. Franken). Im ersten Jahr nach dem EU-Austritt im neuen System 2020/21 hatte sich dieser Posten auf 433 Mio. Pfund (476 Mio. Franken) summiert.
Insgesamt ist der Gesamtetat des DEFRA laut dem Jahresbericht über die Jahre hinweg leicht zurückgegangen. Im Ausgangsjahr 2020/21, dem ersten Jahr nach dem EU-Austritt, belief er sich auf 2,45 Mrd. Pfund (2,70 Mrd. Franken), 2025/26 waren es insgesamt 2,32 Mrd. Pfund (2,55 Mrd. Franken). Am höchsten war der Etat in diesem Zeitraum im Haushaltsjahr 2024/25, als 2,61 Mrd. Pfund (2,87 Mrd. Franken) zur Verfügung standen.