Agrarprodukte aus Russland und Belarus: Norwegen erhöht die Zölle 

Mit deutlich höheren Zöllen auf Agrarprodukte und Düngemittel aus Russland und Belarus verschärft Norwegen seine Handelspolitik. Die Regierung will damit insbesondere die heimische Aquakulturbranche vor Wettbewerbsverzerrungen schützen.

AgE |

Norwegen erhöht die Zölle auf Agrarimporte aus Russland und Belarus. Aussenminister Espen Barth Eide kündigte an, dass landwirtschaftliche Produkte aus den beiden Ländern ab dem 1. Juli mit einer zusätzlichen Abgabe von 50 Prozent belegt werden.

Für die Einfuhr von Düngemitteln aus Russland und Belarus wird künftig ein Zoll von 6,5 Prozent erhoben. Hinzu kommt eine Zusatzabgabe von 5'000 NOK pro Tonne (rund 417 Franken).

Milliardenimporte betroffenNach Angaben der nationalen Statistikbehörde beliefen sich Norwegens Agrarimporte aus Russland im Jahr 2025 auf 2,8 Mrd. NOK (234 Mio. Franken). Aus Belarus wurden Produkte im Wert von 2,6 Mrd. NOK (217 Mio. Franken) eingeführt.

Zu den wichtigsten Importgütern zählten Kabeljau sowie Raps, Rapsöl und Leinöl, die als Fischfutter verwendet werden. Mit den höheren Zollabgaben sollen laut dem norwegischen Aussenministerium vor allem die heimischen Aquakulturbetriebe geschützt werden.

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