Wie Australiens Landwirtschaftsministerium Mitte September mitteilte, wurde sich mit der Behörde auf eine sofortige Wiederaufnahme der Lieferungen aus den insgesamt sieben gesperrten Betrieben im Norden Australiens geeinigt.
300’000 Rinder können wieder exportiert werden
Indonesien hat nach eigenen Angaben bei wenigen importierten Rindern aus diesen Exportunternehmen die Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) nachgewiesen, obwohl Australien offiziell frei von dieser Krankheit ist. Australiens Veterinärbehörde erklärte, dass die Infektion erst einige Zeit nach Ankunft der Tiere festgestellt worden sei und sie sich auf der Reise oder vor Ort in den Quarantänestationen angesteckt haben müssten.
In Australien sei die Infektion bis heute nicht nachgewiesen worden, betonte nun auch abermals das Landwirtschaftsministerium. Es verwies auf die nach der Importsperre durchgeführten Schnelltests im Norden des Landes, die keinen positiven Befund brachten.
Erleichtert über die Aufhebung der Handelsrestriktionen zeigte sich der Vorsitzende des Verbandes Australischer Lebendexporteure (ALEC), David Galvin. „Indonesien ist Australiens grösster Absatzmarkt für Rinder, und indonesische Familien sind auf australische Rinder angewiesen,“ so Galvin. Er sei der festen Überzeugung, dass der Handel für beide Seite grosse Vorteile bringe.
Australien hat im vergangenen Jahr gut 600’000 Rinder exportiert, mehr als die Hälfte davon nach Indonesien. Mit wieder grösserem Rinderbestand erlebt die Lebendausfuhr dieses Jahr einen Aufschwung und ist von Januar bis Juli gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 11 % auf 359’000 Stück gewachsen, von denen 55% nach Indonesien geliefert wurden.
