Industrie gegen Herkunftslabel für Milch

Kritik an dem von der Regierung Frankreichs geplanten verpflichtenden Herkunftslogo für Milch und Milchprodukte hat der europäische Milchindustrieverband (EDA) geübt.

AgE |

Kritik an dem von der Regierung Frankreichs geplanten verpflichtenden Herkunftslogo für Milch und Milchprodukte hat der europäische Milchindustrieverband (EDA) geübt.

Derzeit liegt der Entwurf für dieses Vorhaben bei der Europäischen Kommission zur Bewertung vor. Der Dachverband sprach sich am vergangenen Mittwoch klar gegen verpflichtende nationale Herkunftslabel für Milch und Milchprodukte aus. Zugleich sicherte er aber seine Unterstützung für eine freiwillige Herkunftskennzeichnung zu. EDA zitierte im Zusammenhang mit der von Paris gewünschten Einführung eines Herkunftslabels für Milcherzeugnisse Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem: „Wenn der Kommissionspräsident sagt, dass Dinge für Frankreich unterschiedlich angewendet werden, dann beschädigt dies die Glaubwürdigkeit der Kommission als Hüterin der Verträge.“ Diese, letzte Woche, von Dijsselbloem zum Euro gemachte Äußerung könne genauso auf den europäischen Binnenmarkt angewendet werden, betonte EDA.

Für die EU als Gesetzgeber sollte sowohl der Schutz des Binnenmarktes als auch die Unterbindung ungerechtfertigter nicht-tarifärer Handelsschranken der Welthandelsorganisation (WTO) Priorität haben. Laut des europäischen Milchindustrieverbandes will die Brüsseler Behörde Anfang Juli darüber entscheiden, ob das französische Vorhaben eines obligatorischen Herkunftslabels für Milch mit dem europäischen Recht in Einklang steht.

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