In Italien steht der staatlichen Förderung von Solaranlagen auf landwirtschaftlichen und lebensmittelverarbeitenden Gewerbebauten nichts mehr im Weg.
Die Europäische Kommission gab am 22. Juni grünes Licht für das Dekret «Parco Agrisolare». Dieses war im April vom römischen Landwirtschaftsministerium an die EU-Kommission zur Bewilligung weitergeleitet worden. Für das Förderprogramm stehen 1 Mrd. Euro (0,98 Mrd. Fr.) aus dem Wiederaufbaufonds zur Verfügung. Die Zuschüsse werden im Rahmen einer Ausschreibung vergeben, wobei diese bis zu 80 % der Investition ausmachen können.
Nach einer Schätzung des mitgliedsstärksten Landwirtschaftsverbandes Coldiretti dürften vom Dekret «Parco Agrisolare» rund 20’000 Betriebe profitieren. Der Verband geht davon aus, dass im Zuge des Förderprogramms auf einer Fläche von insgesamt rund 4,3 Mio. m2 Photovoltaik-(PV)-Anlagen errichtet werden, «ohne nur einen Quadratmeter fruchtbaren Bodens dafür in Anspruch zu nehmen».
Der Verband der kleineren Landwirte, Cia, bewertete es als besonders positiv, dass die Teilnahme an dem Ausschreiben nicht mehr an den Eigenverbrauch des Stroms gebunden sei, sondern auch Anlagen für die gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen seien. Im Fall von abgelegenen Anbaugebieten könne der Verkauf von Stromüberschüssen genehmigt werden.
