Gemüse: Kampf gegen falsche Herkunftsangabe

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In Südfrankreich wurden offenbar hunderte Tonnen Gemüse aus Spanien importiert und danach als Ware aus heimischem Anbau deklariert.

Wie einem Online-Bericht der Fachzeitschrift Fruchthandel zu entnehmen ist, haben die französischen Behörden im Département Bouches-du-Rhône wiederholt den Verdacht einer Fälschung der Herkunftsangaben bei Gemüse gemeldet. Bei dem Verdächtigen handle es sich um einen Grosshändler, dessen Kunden grosse Einzelhändler waren, die ihre Filialen mit französischen Produkten versorgen wollten.

2020 und dieses Jahr sollen Lieferungen von etlichen hundert Tonnen von Paprika, Kürbissen, Zucchini, Spargel und anderen Gemüsesorten von falschen Herkunftsangaben betroffen sein.

Es werde vermutet, dass an den Fälschungen auch ein Packbetrieb beteiligt gewesen sei, der die Erzeugnisse umetikettiert und als Ware französischen Ursprungs gekennzeichnet habe.

Als Motiv für die Fälschungen wird der grosse Preisunterschied zwischen heimischen und importierten Produkten vermutet. So galt 2020 für Paprika aus Spanien im Grosshandel ein Kilopreis von 2 Euro, wogegen bei Paprika aus Frankreich für ein Kilogramm 3 Euro gezahlt werden mussten.

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