
Obwohl nur 8 % der Staatsfläche landwirtschaftlich genutzt werden, ist Kanada einer der weltweit wichtigsten Exporteure landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
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Die kanadische Regierung verkündete zudem ein Hilfspaket in Höhe von umgerechnet 4,6 Milliarden Euro (4,31 Mrd. Fr.) für betroffene Unternehmen und Beschäftigte.
Verhandlungen eskalieren
«Dies ist eine beispiellose Herausforderung für Kanada. Aber Kanada wird sich dieser Situation stellen», sagte der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne. «Ich denke, die Kanadier können sehen, dass wir geeint sind. Wir stehen bei unserer Reaktion geeint zusammen», fuhr er fort.
Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada war am Wochenende nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert. In der Nacht zu Samstag traten US-Zölle in Höhe von 50 Prozent unter anderem auf alkoholische Getränke, Milchprodukte, Hockeyschläger und Sperrholz aus Kanada in Kraft. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte daraufhin Gegenzölle an.
Von 15 bis 50 Prozent
US-Präsident Donald Trump verkündete am Montag ausserdem eine Verdopplung der Zölle auf kanadische Fahrzeuge. Am 1. Januar würden die Zölle auf Autos, LKW sowie Autoteile und Stahl aus dem Nachbarland auf 50 Prozent erhöht, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Mit den von Kanada geplanten Gegenzöllen würde auf zuvor mit einem 25-prozentigen Zoll belegte Stahl- und Aluminiumprodukte aus den USA ein Zoll von 50 Prozent fällig werden. Unter anderem für US-Milchprodukte wie Käse und manche Stahl- und Aluminiumderivate gelten damit künftig Importaufschläge von 25 Prozent. Eine kleine Reihe von Produkten wie Werkzeugen und elektrische Ausrüstung aus den USA wird den Plänen zufolge mit einem Zoll von 15 Prozent belegt.