In Kasachstan hat das Unterhaus des Parlaments einer Novelle der Verbraucherschutzrechte zugestimmt, die die Einführung einer Preisbremse für gesellschaftlich relevante Lebensmittel vorsieht.
Nach Angaben der Schriftführerin des Ausschusses für Wirtschaftsreformen und regionale Entwicklung, Meruert Kazbekova, ist beabsichtigt, die Margen von inländischen Handelsunternehmen zu begrenzen, sofern der Detailhandelspreis der betreffenden Lebensmittel um mehr als 15% über den Einkaufspreis angehoben wird.
Die neuen Regelungen sollen dazu beitragen, den Preisanstieg bei wichtigen Nahrungsmitteln zu dämpfen. Dazu zählen insbesondere Mehl, Getreide, Eier, Sonnenblumenöl und Salz. Insgesamt listet die Novelle 19 Produkte auf. Laut dem Statistikausschuss des Wirtschaftsministeriums sind die Lebensmittelpreise in Kasachstan im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 10,4% gestiegen.
Das Kilogramm Buchweizen verteuerte sich im Vorjahresvergleich um 44%, Hirse um 31% und Reis um 12%. Für Hüttenkäse mussten die Kasachen im April 5% mehr als zwölf Monate zuvor zahlen, bei Sauerrahm belief sich der Anstieg auf 8%. Kefir und Milch verteuerten sich um 7% sowie 8%. Der Preis für Weizenbrot stieg zugleich um 9%. Rind- und Schweinefleisch legten je Kilogramm um 19% beziehungsweise 12% zu. Für Butter musste im April 15% mehr als im Vorjahresmonat gezahlt werden. Der Eierpreis stieg um 12% und Kartoffeln wurden für 43% mehr gehandelt.