Kommt Serbien in die EU?

Die Europäische Kommission hat ihre Strategie für einen EU-Beitritt von Serbien und Montenegro vorgestellt und dabei 2025 als mögliches Beitrittsdatum ins Spiel gebracht. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte jedoch gegenüber dem Europaparlament in Straßburg klar, dass diese Beitrittsperspektive der beiden Westbalkanstaaten an feste Bedingungen geknüpft sei.

Die Europäische Kommission hat ihre Strategie für einen EU-Beitritt von Serbien und Montenegro vorgestellt und dabei 2025 als mögliches Beitrittsdatum ins Spiel gebracht. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte jedoch gegenüber dem Europaparlament in Straßburg klar, dass diese Beitrittsperspektive der beiden Westbalkanstaaten an feste Bedingungen geknüpft sei.

Eine feste Zusage, dass sich die EU-Beitrittstür öffne, ist das Kommissionspapier laut Juncker nicht: „Es ist falsch, wenn behauptet wird, ich oder die Kommission hätten gesagt, bis 2025 müsse der Beitritt von Serbien und Montenegro unter Dach und Fach sein“. Das Jahr 2025 sei eher ein „Ermunterungsdatum“, so der Luxemburger.

Die dazu von der EU-Behörde veröffentlichte Strategie fordere vor allem grundlegende Reformen sowie eine verstärkte Zusammenarbeit und gutnachbarliche Beziehungen in den immer noch schwelenden Konflikten der beiden Beitrittskandidaten.

Serbien betreibt viel Obstbau

Eine glaubwürdige Erweiterungsperspektive erfordere nachhaltige Anstrengungen und unumkehrbare Reformen, sagte Juncker. In Serbien sind nach Angaben der Brüsseler Kommission etwa 65 % der gesamten Staatsfläche landwirtschaftlich nutzbar.

Die Landwirtschaft des Landes sei vor allem durch den Obstbau, aber auch durch die Produktion von Halmgetreide, Mais, Ölsaaten, Zuckerrüben und Kartoffeln geprägt.

Montenegro eher extensiv

Auch der Weinbau habe in Serbien eine lange Tradition. In der Tierhaltung seien die Schweine- und Rinderhaltung sowie in den gebirgigen Regionen im Südwesten und Osten des Landes die Schafhaltung typisch.

Montenegro hat der EU-Kommission zufolge einen Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche von nur 38 %. Dabei entfalle der grösste Anteil mit 88 % auf Weide- und Grasland, das in der Regel eher extensiv genutzt werde. Zudem bauten die eher kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe in Montenegro Oliven und Zitrusfrüchte sowie Feldgemüse an. 

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