Dänemark: Plastiktüten kostenpflichtig

AgE |

Dänemark schränkt den Absatz von Kunststoffbeuteln weiter ein. Seit dem 1. Januar muss im dänischen Detailhandel für jeden Plastiksack - gleich welcher Grösse oder Material - ein Preis von umgerechnet 0,54 Euro (60 Rappen)  gezahlt werden.

Die Verwendung leichter Einmalbeutel aus Plastik ist sogar völlig untersagt. Lediglich der Einsatz der extrem dünnen Kunststoffbeutel, die beispielsweise zum Abwiegen von Obst und Gemüse genutzt werden, soll aus hygienischen Gründen auch weiterhin erlaubt sein.

Die dänische Regierung verspricht sich von dem Verbot kostenloser Plastiktüten eine deutliche Reduzierung des Kunststoffmülls und den verstärkten Einsatz von wiederverwendbaren Behältnissen. Umweltministerin Lea Wermelin wies darauf hin, dass heute noch ein Grossteil des heimischen Plastikmülls in der Verbrennung lande. Das sei «schlecht für Klima und Umwelt» und zudem der falsche Einsatz wertvoller Ressourcen.

Mit dem Mindestpreis für Tragetaschen steigere die Regierung das öffentliche Bewusstsein für deren ökologischen Fußabdruck und gehe einen weiteren Schritt weg von der «Kultur des Wegwerfens», betonte Wermelin. Die Einschränkungen Dänemarks hinsichtlich der Kunststoffbeutel fallen zusammen mit der seit diesem Jahr geltenden verschärften EU-Regelung zum Export von Plastikmüll.

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