Schwere Nachtfröste im Mai haben regional der Landwirtschaft in Russland stark zugesetzt. Agrarministerin Oksana Lut rechnet damit, dass die Regierung in Moskaus den föderalen Ausnahmezustand ausrufen wird.
«Danach werden wir mit den Versicherungsgesellschaften zusammenarbeiten», kündigte die Ressortchefin an. Im Fall eines Notstands können die betroffenen Agrarbetriebe ihre Schäden gegenüber den Versicherungen geltend machen. Konkrete Angaben zu den Ertragsausfällen bei den landwirtschaftlichen Kulturen wurden bislang nicht gemacht.
Der stellvertretende Premierminister Dmitri Patruschew wies darauf hin, dass mehrere schwere Frostereignisse im Mai in den russischen Regionen insgesamt mehr als 1 Mio. Hektar Anbaufläche geschädigt hätten, darunter etwa 850’000 Hektar Getreide. In den betroffenen Regionen seien bereits vielfach Neuaussaaten im Gange. Laut Patruschew wurde auf Ebene der Regionen schon vereinzelt der Notstand ausgerufen.
Trotz der Frostschäden hält die Regierung in Moskau an ihrer Prognose für die diesjährige Getreideernte fest. Diese wird weiterhin bei 132 Mio. Tonnen gesehen, davon etwa 85 Mio. Tonnen Weizen.

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