Lactalis: Razzien wegen Salmonellen

Die französische Polizei hat am Mittwoch einem Insider der Pariser Staatsanwaltschaft zufolge mehrere Standorte des Molkereikonzerns Lactalis durchsucht. Hintergrund ist der Rückruf von Babynahrung in insgesamt 83 Ländern wegen der Gefahr einer Verunreinigung durch Salmonellen.

Die französische Polizei hat am Mittwoch einem Insider der Pariser Staatsanwaltschaft zufolge mehrere Standorte des Molkereikonzerns Lactalis durchsucht. Hintergrund ist der Rückruf von Babynahrung in insgesamt 83 Ländern wegen der Gefahr einer Verunreinigung durch Salmonellen.

Der Skandal hatte sich weiter zugespitzt, nachdem bekanntgeworden war, dass trotz des Rückrufs in einer Reihe von Supermarktketten Ware in die Verkaufsregale gelangt ist. Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen. 

Der zu den weltweit grössten Molkereien gehörende Konzern hat insgesamt rund zwölf Millionen Dosen Babymilch wegen der Gefahr von Salmonellen zurückgerufen. Sie waren in einer Fabrik in Nordwest-Frankreich produziert worden. Die Familien der rund drei Dutzend in Frankreich erkrankten Kinder haben Klagen angekündigt.

Lactalis ist einer der grössten Molkereikonzerne der Welt. In Deutschland verkauft der Hersteller nach eigenen Angaben keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis. In der Schweiz verkauft Lactalis keine Babynahrung, sondern nur Käse. Zu Lactalis Schweiz gehört seit 2008 auch der Weichkäsehersteller Baer AG. 

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