Der von der schottischen Regierung vorgelegte Agrarhaushaltsentwurf ist von führenden Vertretern der Landwirtschaft verhalten positiv bewertet worden, da dieser den Betrieben «eine gewisse Sicherheit» biete. Der Haushaltsplan für das Fiskaljahr 2025/26 sieht Mittel über 740 Mio. Franken (799 Mio. Euro) für die Landwirtschaft vor. Die Ausgaben betreffen vor allem die Basisprämienregelung, das Greening, die Unterstützung der benachteiligten Gebiete und die gekoppelten Beihilfen. Es ist das erste Mal, dass die schottische Regierung beziehungsweise das Parlament komplett über den Agraretat bestimmen.
Für die von der Regierung zuvor versprochene Zahlung von 51,646 Mio. Franken (55,7 Mio. Euro), die zuvor aus der Agrarförderung zurückgestellt worden waren, wurde ein Zeitplan angekündigt: 22,4 Mio. Franken (24,2 Mio. Euro) werden 2025/26 zur Förderung von Investitionen der Landwirte gewährt, die restlichen 29,2 Mio. Franken (31,5 Mio. Euro) im folgenden Fiskaljahr.
Der Präsident der National Farmers Union (NFU) Schottland, Martin Kennedy, begrüsste die Vorlage unter dem Strich. Zwar seien berechtigte Haushaltsforderungen der Landwirtschaft nicht berücksichtigt worden, doch dieser Etat, werde er so verabschiedet, gewährleiste, dass wichtige Stützungsmassnahmen durchgeführt werden könnten. Der Verband hatte zuvor einen Agraretat über 870 Mio. Franken (939 Mio. Euro) gefordert.
Die Zahlung der aufgeschobenen 51,6 Mio. Franken (55,7 Mio. Euro) habe für den NFU oberste Priorität, stellte Kennedy weiter fest. Dabei gehe es darum, mit der bestmöglichen Unterstützung die Branche zukunftssicher zu machen. «Enttäuschend» sei aber, dass es keine reale Erhöhung der Mittel für die Landwirtschaft gebe. Damit sinke der Wert der Stützungsregelungen.
