Landwirte plagen Zukunftssorgen

Den deutschen Mittelstand plagen Zukunftssorgen - da macht die Landwirtschaft keine Ausnahme. Dies zeigt eine neue repräsentative Studie, die jetzt von der R+V Versicherung vorgelegt wurde.

Viele Beschäftigte aus dem Agrarsektor bewegt laut R+V eine mögliche nachlassende politische Unterstützung der deutschen Landwirtschaft. Rund ein Drittel der befragten Führungskräfte sieht in diesem Zukunftsszenario eine Gefahr für den eigenen Betrieb.

Stabile Landwirtschaft gewünscht

Besonders gross ist diese Sorge mit einem Anteil von 36% bei jüngeren Führungskräften und auf grösseren Höfen. Viele Mitarbeiter auf diesen Betrieben teilen die Bedenken, wenn auch in etwas geringerem Mass. Hier liegt der Anteil bei 29%.

«Den politischen Entscheidungsträgern sollte bewusst sein, dass sich viele Führungskräfte und Beschäftigte in Deutschland eine stabile Landwirtschaft und hohe Ernährungssicherheit wünschen», kommentierte der Vorstand des R+V-Ressorts Kunden & Vertrieb, Jens Hasselbächer, dieses Ergebnis. Für viele sei das eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Mittelstand, auch für Betriebe jenseits der Agrarbranche.

Mittelstand geht in Krisenmodus

In ihrer Bandbreite belegt die Befragung, dass die vielfältigen Krisenherde und Unsicherheiten auf die Stimmung im deutschen Mittelstand drücken. Das Vertrauen der mittelständischen Führungskräfte in die Widerstandskraft ihrer Unternehmen schwindet spürbar. Mittlerweile blicken 29% der Führungskräfte mit Sorge auf die Zukunft der eigenen Firma; das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur ersten Befragung im Jahr 2024 mit 17%. Bei den Beschäftigten hat sich die Stimmung im Vergleich zur ersten Befragung mit 22% allerdings kaum verändert.

Unsicher ist auch der Blick der Befragten auf die gesamtwirtschaftliche Einschätzung. Der Studie zufolge halten 69% der Führungskräfte und 72% der Beschäftigten die deutsche Wirtschaft insgesamt für stark krisengefährdet. Auch wenn diese Sorge im Vergleich zu 2024 spürbar zurückgegangen ist, bewegt sie sich auf hohem Niveau. Allerdings sagt auch jede dritte Führungskraft, dass ihr Unternehmen bereits vorbeugende Massnahmen ergriffen hat. Dennoch bleibt ein Umsetzungsdefizit: Viele Firmen erkennen die eigene Gefährdung im Krisenfall, haben jedoch noch nicht in ausreichendem Masse gegengesteuert.

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, glauben 71% der befragten Firmenlenker, dass ihr Unternehmen Unterstützung von aussen braucht. Den grössten Bedarf an externer Hilfe sehen sie bei der sicheren Nutzung der digitalen Möglichkeiten. Auf den Themenfeldern künstliche Intelligenz, IT-Sicherheit, Cyberkriminalität und digitale Transformation möchten jeweils mehr als 60% auf fremde Unterstützung zurückgreifen.

Für die Studie «Fokus Mittelstand: R+V Resilienz-Report 2026» wurden zur Jahreswende 2025/26 parallel mehr als 220 Führungskräfte in Firmen mit mehr als 10 Mitarbeitern und über 1000 Beschäftigten befragt. Ziel war es, ein aussagekräftiges Gesamtbild über die Themen und Herausforderungen im deutschen Mittelstand zu erhalten

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