Die Italiener wählen am 25. September ein neues Parlament. In den Kundgebungen der Parteien zur anstehenden Parlamentswahl in Italien ist die Landwirtschaft kaum ein Thema, und auch in den Wahlprogrammen findet sich die Branche nur am Rande wieder.
In den Wahlprogrammen aufgeführt sind vornehmlich allgemeingültige, inhaltlich wenig konkrete Vorschläge, die in erster Linie die staatliche Förderung bei der Digitalisierung, der Landwirtschaft 4.0 und beim Übergang zu erneuerbaren Energien betreffen.
Wasserversorgung soll sichergestellt sein
Die Demokratische Partei setzt sich außerdem in erster Linie dafür ein, den Flächenfraß zu stoppen. Daneben will sie einen nationalen Plan für eine effiziente Wasserversorgung und gegen zukünftige Dürreperioden ausarbeiten.
Die nationalpopulistische Lega konzentriert sich auf die EU-Ebene. Von dieser fordert sie unter anderem den Schutz des Binnenmarktes vor Drittlandimporten, die nicht den europäischen Standards entsprechen. Dieselbe Forderung kommt von der Rechten Fratelli d’Italia. Sie lehnt außerdem die Einführung des Nutri-Score ab und kämpft gegen Produkte mit verbraucherirreführender Kennzeichnung und Verpackung, die eine italienische Herkunft angeben, ohne in Italien produziert zu sein.
Weniger Tiere, mehr pflanzenbasiert essen
Kleinere Parteien wie die Grünen und Linken versprechen ein Moratorium, das den Bau von Ställen der sogenannten Intensivtierhaltung untersagt. Weiter sollen jene Betriebe finanziell unterstützt werden, die sich einer auf Pflanzen basierenden Agrar- und Lebensmittelproduktion zuwenden. Die Fünf-Sterne-Bewegung hat sich die staatliche Förderung von Modernisierungsinvestitionen in der Landwirtschaft auf die Fahnen geschrieben.
