Mals will „pestizidfrei“ werden

Das Südtiroler Dorf Mals, unmittelbar an der Schweizer Grenze gelegen, soll gemäss einer Abstimmung künftig ohne giftige, gesundheitsschädliche und umweltschädliche Pflanzenschutzmittel auskommen. Dem Referendum stimmten 75 Prozent der Bevölkerung zu.

Das Südtiroler Dorf Mals, unmittelbar an der Schweizer Grenze gelegen, soll gemäss einer Abstimmung künftig ohne giftige, gesundheitsschädliche und umweltschädliche Pflanzenschutzmittel auskommen. Dem Referendum stimmten 75 Prozent der Bevölkerung zu.

An dem Referendum nahmen laut Angaben der Marktgemeinde Mals vom 22. August bis zum 5. September 69,2 % der Wahlberechtigten teil. Von ihnen stimmten 75,7% dafür, den „Einsatz sehr giftiger, giftiger, gesundheitsschädlicher und umweltschädlicher chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und Herbizide auf dem Gemeindegebiet nicht zuzulassen“. 24,3 % der Bürger votierten mit „Nein“.

Aus dem zur Abstimmung gestandenen Artikel geht ausserdem hervor, dass der Einsatz biologisch abbaubarer Pflanzenschutzmittel gefördert werden solle. Die Gemeinde hatte ihren Vorstoss mit dem vorsorglichen Schutz der Gesundheit der Bürger und Gäste, einen nachhaltigen Umgang mit Natur und Gewässern sowie der gleichberechtigten, unbeschadeten Ausübung verschiedenerWirtschaftsformen auf dem Gemeindegebiet begründet.

Als „Dynamik mit lokaler Dimension“ wertete hingegen der Südtiroler Bauernbund (SBB) das Referendum und dessen „vorhersehbares Ergebnis“. „Eine sehr emotionsgeladene Diskussion war seit Monaten erstes Gesprächsthema in Mals, und unter diesem Blickwinkel ist auch das Ergebnis zu sehen“, erklärten SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler und SBB-Bezirksobmann Raimund Prugger. Der Bauernbund kündigte an, nun genau zu verfolgen, wie in Mals mit dem Ergebnis umgegangen werde.

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