Mehr Arbeitslose im Euroraum

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist von historisch niedrigem Niveau aus leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im September des laufenden Jahres im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte.

Das Statistikamt schätzt die Zahl der Arbeitslosen in den 20 Staaten mit der Gemeinschaftswährung auf insgesamt gut 11,0 Millionen. Das sind etwa 69 000 mehr als im Vormonat. Im Jahresvergleich ging die Zahl um etwa 212 000 zurück. Die Quote für Jugendarbeitslosigkeit stieg binnen Monatsfrist ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 14,0 Prozent und liegt damit deutlich höher als die Gesamtarbeitslosigkeit.

Regional stellt sich die Arbeitsmarktlage sehr unterschiedlich dar: Die höchsten Arbeitslosenquoten der Euroländer weisen für September Spanien (12,0 Prozent) und Griechenland (10,0 Prozent) auf. Deutschland hat mit 3,0 Prozent einen der niedrigsten Werte. Am niedrigsten liegt die Quote in Malta mit 2,8 Prozent.

Die Arbeitsmarktdaten von Eurostat basieren auf Zahlen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die Quote für Deutschland ist daher deutlich niedriger als der Wert, der von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet wird. Zahlen der Nürnberger Behörde vom Donnerstag zufolge betrug die Arbeitslosenquote für Deutschland im Oktober 5,7 Prozent.

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