Miese Bedingungen für Landarbeiter

Die rumänische Agrargewerkschaft Agrostar hat die schlechten Bedingungen angeprangert, unter denen Landarbeiter des südosteuropäischen Landes in Italien beschäftigt werden.

Die rumänische Agrargewerkschaft Agrostar hat die schlechten Bedingungen angeprangert, unter denen Landarbeiter des südosteuropäischen Landes in Italien beschäftigt werden.

Nach Angaben der Arbeitnehmervertretung sind die Arbeitsverhältnisse dort „extrem schlecht“. Zudem seien viele der rumänischen Hilfskräfte ohne Arbeitsvertrag angestellt und lebten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Auch bei der Bezahlung hätten die Gastarbeiter das Nachsehen, beklagte Agrostar.

So sehe der Arbeitskontrakt für einen italienischen Landarbeiter einen Arbeitstag von 6,5 Stunden und eine Entlohnung von 52 Euro (57.20 Fr.) pro Tag vor, während in Italien beschäftigte Rumänen täglich nur 15 Euro bis 25 Euro (16.50 bis 27.50 Fr.) erhielten. Agrostar wollte mit diesen Zahlen vor allem Arbeiter informieren, die eine Beschäftigung in der italienischen Landwirtschaft in Erwägung ziehen.

Auch die zuständigen Regierungsbehörden in Bukarest sollen so auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht werden. Ende des vergangenen Jahres waren der Gewerkschaft zufolge rund 110'000 Rumänen legal im italienischen Agrarsektor angestellt. Hinzu komme allerdings zusätzlich eine unbestimmte Zahl an Schwarzarbeitern.

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