Miese Ernte: «Nationaler Notstand»

Nach einer witterungsbedingt desaströsen Erntesaison hat die litauische Regierung den eigenen Landwirten Unterstützung zugesichert. Die Regierung in Vilnius stufte in der vergangenen Woche die Niederschläge im August und September und deren Auswirkungen auf die Feldbestände als „nationalen Notstand“ ein.

Nach einer witterungsbedingt desaströsen Erntesaison hat die litauische Regierung den eigenen Landwirten Unterstützung zugesichert. Die Regierung in Vilnius stufte in der vergangenen Woche die Niederschläge im August und September und deren Auswirkungen auf die Feldbestände als „nationalen Notstand“ ein.

Landwirtschaftsminister Bronius Markauskas wurde zum Chef einer Kommission berufen, die den Bauern nun unter die Arme greifen soll. Vorausgegangen waren die schwersten Sommerniederschläge seit rund 40 Jahren, die laut Angaben der Regierung mitten in der Druschsaison die langjährigen Durchschnittsmengen regional um das Vierfache überschritten hatten.

Gebietsweise wurde deshalb die Hälfte der Feldbestände in Mitleidenschaft gezogen oder konnte erst gar nicht geerntet werden. Nach Angaben von Markauskas soll nun der nationale Krisenfond zur Unterstützung der betroffenen Landwirte herangezogen werden. Zudem werde man die Europäische Kommission um die Freigabe möglicher finanzieller Hilfen bitten.

Unabhängig davon hat Litauen nach Angaben des Ministers am Montag vergangener Woche mit Genehmigung der EU-Kommission begonnen, die Direktzahlungen für dieses Jahr vorzeitig an die Agrarbetriebe auszuzahlen. Geplant sei die Auszahlung von rund 70% der Gelder innerhalb der nächsten 30 Tage, um die Bauern bei der Überwindung von Liquiditätsengpässen zu unterstützen.

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