Milch: Mittel für Reduktion ausgeschöpft

In der zweiten Runde für Beihilfen für eine Milchmengen-Reduktion wurden deutlich mehr Anträge eingereicht als noch Reduktions-Mengen zur Verfügung standen. Mit der Massnahme will die EU die Überproduktion mindern.

lid/blu |

In der zweiten Runde für Beihilfen für eine Milchmengen-Reduktion wurden deutlich mehr Anträge eingereicht als noch Reduktions-Mengen zur Verfügung standen. Mit der Massnahme will die EU die Überproduktion mindern.

Weil bereits in der ersten Runde ein Grossteil der zur Verfügung stehenden Mittel von 150 Millionen Euro für 1,07 Millionen Tonnen Milch ausgeschöpft worden waren, standen nur noch Beihilfen für rund 12'000 Tonnen bereit. Laut aiz.info gingen aber Anträge von 6'080 Produzenten für insgesamt 97'880 Tonnen ein. Deshalb kommt ein Kürzungsfaktor zum Tragen, nach diesem nur für 12 Prozent der beantragten Menge die Beihilfe von 14 Cent pro Kilo Milch ausbezahlt wird.

In der zweiten Antragsrunde entfiel das grösste Volumen auf Frankreich. Die bewilligte Menge liegt bei 2'923 t. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 2'213 t und dahinter Grossbritannien mit 1'099 t sowie Polen mit 1'077 t.

In der EU wird zu viel Milch produziert. Die Folge sind sinkende Milchpreise. Diese vermögen die Kosten der Bauern bei weitem nicht decken. Um etwas Linderung zu verschaffen, hat die Europäische Union ein Milchverringerungsprogramm initiiert. Das Programm, für das insgesamt 150 Millionen Euro (164 Mio. Franken) zur Verfügung stehen, soll die Produzenten zu einer freiwilligen Verringerung der Produktion animieren und so den Markt entlasten.

 

 

 

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