Das russische Landwirtschaftsministerium rechnet in diesem Jahr mit einem weiteren Zuwachs der inländischen Milchproduktion. Das dürfte das Streben des Landes nach weniger Importen dieses wichtigen Grundnahrungsmittels beschleunigen, erklärte Minister Dmitrij Patruschew bei einem internationalen Milchforum.
Patruschew hob dabei hervor, dass es innerhalb der letzten sechs Jahre gelungen sei, die Einfuhren um mehr als 30% zu reduzieren. Allein 2018 seien diese um 7,2% auf etwa 6,5 Mio. t gegenüber dem Vorjahr verringert worden.
Nach amtlichen Angaben nahm die Milchproduktion in Russland 2018 um 1,5% auf rund 30,6 Mio. t zu. Die gute Marktversorgung, so der Minister, ermögliche den Ausbau von Exporten russischer Molkereiprodukte. Während diese mit einem Anteil von 60% noch überwiegend in die Partnerländer innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) gingen, seien im vergangenen Jahr Genehmigungen für Lieferungen unter anderem auf den perspektivreichen chinesischen Markt und heuer auch in die Türkei sowie nach Tunesien erreicht worden.