
Stürme erfassen die iberische Halbinsel und sorgen für Schäden.
Caniceus
Die Schäden beliefen sich auf Millionen Euro (4,6 Mio. Fr.), sagte der für Cadiz zuständige Vertreter des Dachverbandes der Bauernverbände in Spanien, Miguel Angel Perez, am Samstag laut APA. Er kündigte an, seine Organisation werde staatliche Hilfe beantragen. «Es regnet ohne Unterlass. Wir erleben eine echte Naturkatastrophe», sagte Perez.
Felder mit Brokkoli, Karotten und Karfiol stünden unter Wasser. Tausende Hektar seien überflutet. Die Lage könnte sich noch verschlechtern: Angesichts des nahenden Sturmtiefs «Marta» gab der spanische Wetterdienst AEMET die zweithöchste Warnstufe Orange heraus. Demnach ist neben Regen- und Schneefällen besonders an den Küsten mit einer gefährlichen Wetterlage zu rechnen.
Im südspanischen Andalusien mussten mehr als 11’000 Menschen ihre Häuser verlassen. Besonders kritisch war die Lage am Fluss Guadalquivir. In der Gebirgsregion Serranía de Ronda in der Provinz Málaga berichteten Bewohner zudem, dass der Boden seit Tagen bebt. Experten führten dies auf die Wassermassen zurück, sahen aber keine unmittelbare Gefahr. Zuvor war bereits Sturm «Leonardo» über die Region hinweggezogen.
Auch im Nachbarland Portugal ist die Lage angespannt. Das Landwirtschaftsministerium schätzte die Schäden in der Land- und Forstwirtschaft bereits am Freitag auf rund 750 Millionen Euro (686 Mio. Fr.). Mehr als 26’500 Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Folgen der Unwetter zu bewältigen. In drei Städten musste die für Sonntag geplante Präsidentschaftswahl auf die kommende Woche verschoben werden. Zudem war der Bahnverkehr gestört.