Möglicher Handelskrieg belastet US-Farmer

Zum Jahresende hat sich die Stimmung in der US-Landwirtschaft wieder verschlechtert. Allerdings war diese gemäss dem Agrarwirtschaftsbarometer der Purdue University noch deutlich besser als im September. Sorgen bereitet den Farmern die künftige US-Handelspolitik, befürchtet werden negative Folgen für den Agrarexport.

AgE |

Die Stimmung der US-amerikanischen Landwirte hat sich zum Jahreswechsel hin wieder verschlechtert. Das belegt der Index des Agrarwirtschaftsbarometers der Purdue University-CME Group. Dieser fiel im Dezember um 9 auf 136 Punkte. Der Unterindex der aktuellen Bedingungen sank um 13 auf 100 Punkte und der der Zukunftserwartungen um 8 auf 153 Punkte. Beide Indizes lagen damit aber weiterhin deutlich über ihren Tiefstständen von 76 und 94 Punkten im September.

Mehrheit rechnet mit guten Zeiten

Der Anteil der Farmer und Rancher, die in den nächsten fünf Jahren mit guten Zeiten für die US-Landwirtschaft rechnen, stieg auf 57%. Allerdings berichteten ebenso viele von einer schlechteren finanziellen Lage der Betriebe im Vergleich zum Vorjahr. Nur 17% der befragten Landwirte gaben an, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für Investitionen sei.

Grosse Sorgen bereitet vielen Farmer in den USA die mögliche Handelspolitik unter dem zukünftigen Präsidenten Donald Trump. Fast jeder zweite Landwirt befürchtet einen Handelskrieg mit negativen Folgen für den US-Agrarexport. Andererseits hoffen die Farmer auf Verbesserungen in Bezug auf die Umwelt-, Erbschafts- und Einkommensteuerpolitik.

Agrargesetz von 2018 erneut verlängert

Derweil werden die agrarpolitischen Rahmenbedingungen auch in diesem Jahr vom Agrargesetz von 2018 bestimmt. Dieses wurde ein zweites Mal vom Kongress verlängert. Ansonsten hätte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) beispielsweise Milchprodukte zu etwa dem Doppelten der aktuellen Marktpreise kaufen müssen. Vergleichsweise ähnlich hohe Preise wären auch für viele Kulturen gemäss dem sogenannten Agrar-Dauerrecht zu zahlen gewesen, das mit jedem Agrargesetz und jeder Verlängerung desselben ausgesetzt wird.

Der US-Kongress hat sich selbst eine Frist bis zum 30. September 2025 gegeben, um ein neues «Farm Bill» zu verabschieden. Allerdings wurde zahlreichen Programmen das Geld gestrichen. Ihnen fehlt eine gesetzliche Grundfinanzierung. Mit der ersten Verlängerung zum Haushaltsjahr 2024 waren noch 177 Mio. $ (150 Mio. Fr.) für 19 dieser 21 «verwaisten» Programme bereitgestellt worden. Sie reichten vom Pilotprogramm zur stärkeren Kontrolle der Wildschweine über Öko-Zertifizierungshilfen bis hin zur Erforschung von Zitruskrankheiten.

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