«Muschel-Krieg» soll enden

Nach einer Auseinandersetzung zwischen französischen und britischen Fischern um Jakobsmuscheln im Ärmelkanal haben sich die Regierungen beider Länder in den Konflikt eingeschaltet.

Nach einer Auseinandersetzung zwischen französischen und britischen Fischern um Jakobsmuscheln im Ärmelkanal haben sich die Regierungen beider Länder in den Konflikt eingeschaltet.

Der Pariser Landwirtschaftsminister Stéphane Travert berichtete am Freitag von einem Gespräch mit seinem britischen Amtskollegen George Eustice: «Wir wünschen, dass es kommende Woche eine Vereinbarung zwischen französischen und englischen Fischern gibt.» Es sei ein Treffen von Vertretern der Fischer beider Seiten und der Industrie geplant.

Französische Fischer hatten am Dienstag versucht, Konkurrenten aus Grossbritannien mit rabiaten Mitteln davon abzuhalten, vor der Küste der Normandie Jakobsmuscheln zu fangen. Die Briten wehrten sich laut Medienberichten nicht weniger rabiat. Berichten zufolge wurden unter anderem konkurrierende Boote gerammt, Steine geworfen und Leuchtraketen auf Rivalen abgeschossen. 

Hintergrund ist, dass französische Fischer Jakobsmuscheln erst ab Oktober fangen dürfen - für die Briten gilt diese Verbot nicht. Die britische BBC sprach von einem «Jakobsmuschel-Krieg». Travert bat seinen Londoner Kollegen, dafür zu sorgen, dass die britischen Fischer bis zur Beilegung des Streits nicht in die Zone kommen, wo es zu der Auseinandersetzung kam. Laut der Meerespräfektur von Cherbourg hatte sich der Zwischenfall in internationalem Gewässer in der Seine-Bucht abgespielt.

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