Produkte, die mithilfe von neuen gentechnischen Verfahren wie CRISPR/Cas erzeugt wurden, sind zumindest in Europa offenbar noch nicht bei den Konsumenten angekommen.
Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der deutschen Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hervor. Es lägen derzeit keine Hinweise oder Informationen vor, dass nicht zugelassene Organismen oder Produkte, die mit den neuen Verfahren erstellt worden seien, bisher in der Europäischen Union auf den Markt gelangt seien, heisst es in der Antwort.
Entsprechende Produkte seien in der EU auch nicht zugelassen. Nach Angaben der Bundesregierung
wird allerdings laut einem Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission (JRC) weltweit mithilfe der neuen Züchtungstechniken anmehr als 400 marktorientierten Pflanzen gearbeitet; auf dem Markt seien aber erst wenige.
Wie die Bundesregierung hervorhebt, gibt es für die neuen Verfahren noch kein Nachweisverfahren. Die für klassische gentechnische Anwendungen genutzten Analyseverfahren seien nicht systematisch auf die neuen Züchtungsmethoden übertragbar.
Nach Stand der Wissenschaft könne bisher analytisch noch nicht nachgewiesen werden, wie eine Punktmutation oder Deletion entstanden sei. Damit die Wahlfreiheit derVerbraucher gewährleistet und die gesetzlich vorgesehene Kennzeichnung kontrolliert werden könne, würden daher gerichtsfeste Nachweis- und Identifikationsverfahren für die Überwachungsbehörden benötigt.
Der Antwort zufolge wird unter anderem am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und an der Universität Kiel an entsprechenden Methoden gearbeitet.

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