Das Welternährungsprogramm (WFP) beklagt einen Mangel an finanziellen Ressourcen für die Ernährung Hungernder rund um die Welt. «Für 2014 haben wir einen erfassten Bedarf von einer Milliarde Dollar über den zu erwartenden Einnahmen», sagte die WFP-Leiterin Ertharin Cousin am Montag bei einem Besuch in Australien.
Sie sehe sich daher gezwungen, die Zuteilungen an Haiti, den Niger, Mali und Kenia zusammenzukürzen. Die finanziellen Lücken sind nach den Worten Cousins unter anderem auf die komplexen Hilfsprogramme für die mehr als vier Millionen Hunger leidenden Syrer zurückzuführen.
Das WFP sieht sich immer wieder genötigt, kostspielige Luftbrücken für eingeschlossene Bevölkerungsgruppen einzurichten. Das habe dann Finanzlücken an anderer Stelle zur Folge. Die Geber entschieden in vielen Fällen darüber, an welchen Krisenherden das Geld ausgegeben werden solle. «Dann kürzen sie anderswo», sagte Cousin.
Aktuell steht das Welternährungsprogramm in der Zentralafrikanischen Republik vor einer solchen Entscheidung. Ein Konvoi mit 50 Lastwagen werde an der Grenze festgehalten, beklagte Cousin. 800'000 Menschen warteten auf die Hilfe. Wenn es kurzfristig keine Änderung gebe, werde das WFP von Kamerun aus Hilfsflüge in die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui einrichten müssen. Cousin stammt aus den USA, sie ist seit 2012 im Amt.