„Notschlachtungen“ falscher Begriff

Wegen der anhaltenden Trockenheit und des damit verbundenen Futtermangels für Weidetiere werden frühzeitige Einstallungen und Bestandsreduzierungen zum Thema. Dabei von „Notschlachtungen“ zu sprechen, ist für den Deutschen Bauernverband (DBV) jedoch unpassend.

Wegen der anhaltenden Trockenheit und des damit verbundenen Futtermangels für Weidetiere werden frühzeitige Einstallungen und Bestandsreduzierungen zum Thema. Dabei von „Notschlachtungen“ zu sprechen, ist für den Deutschen Bauernverband (DBV) jedoch unpassend.

Wie der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling vergangene Woche gegenüber AGRA-EUROPE betonte, werden gesunde und genährte Tiere geschlachtet, wenn auch früher als geplant.

Verschiedene regionale Zeitungen wie die „Märkische Allgemeine (MAZ)“, die „Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ)“, die „Kieler Nachrichten“, die „Berliner Zeitung“ oder die „Stuttgarter Nachrichten“ hatten in ihren Ausgaben von anstehenden „Notschlachtungen“ und „Notverkäufen“ bei Kälbern, Milchkühen und Bullen berichtet. Neben der aktuellen Witterung wurden dafür auch die Ernteverluste durch Frost und Starkregen im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Dadurch fehlten den Betrieben finanzielle Reserven, um Futter zuzukaufen, heisst es in den Berichten. 

Hemmerling erklärte dazu, dass der Futterzukauf gerade Ökobetriebe in Bedrängnis bringe, weil sie kein konventionelles Futter zukaufen dürften. Der
Bauernverband fordert eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, um die Betriebe in solchen Krisensituationen in ihrer Liquidität zu unterstützen. Ausserdem seien die Bundesländer gefordert, Betriebe in Schwierigkeiten mit Krisenhilfen zu unterstützen, betonte der stellvertretende DBV-Generalsekretär.

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