Paris: Bauern demonstrieren wegen Pestizid-Vergiftungen

Bei der Landwirtschafts-messe SIA in Paris haben am Montag etwa zwanzig Menschen demonstriert, um Vergiftungen durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen. «Wir wollen zeigen, dass es mehr Opfer gibt, als man denkt», sagte der Vorsitzende der Opfer-Vereinigung Phyto-Victimes, Paul François.

sda/afp |

Bei der Landwirtschafts-messe SIA in Paris haben am Montag etwa zwanzig Menschen demonstriert, um Vergiftungen durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen. «Wir wollen zeigen, dass es mehr Opfer gibt, als man denkt», sagte der Vorsitzende der Opfer-Vereinigung Phyto-Victimes, Paul François.

Etwa 15 kranke Bauern sowie vier Witwen von verstorbenen Bauern, aber auch Hafenarbeiter und Angestellte von Agrarbetrieben demonstrierten demnach zudem für ein Verbot giftiger Produkte.

Paul François hatte erst kürzlich vor Gericht einen Sieg gegen den US-Agrarkonzern Monsanto errungen. Das Landgericht im südost-französischen Lyon sprach dem Landwirt Schadenersatz wegen Vergiftungserscheinungen durch ein Unkrautver-nichtungsmittel zu.

Der heute 47-Jährige hatte 2004 das Unkrautvernichtungsmittel Lasso ins Gesicht bekommen, als er den Tank seines Zerstäubers öffnete. François litt daraufhin fast ein Jahr lang an Schwindel, Kopfschmerzen und Muskelbeschwerden und konnte nicht arbeiten.

Bisher hat die französische Landwirtschafts-Krankenkasse MSA nach Angabe der Opfer-Vereinigung Phyto-Victimes insgesamt nur etwa 50 Fälle im Zusammenhang mit Pestiziden als Berufserkrankung anerkannt.

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