PL: Landwirte fordern mehr Hilfe

In Polen hat der Verband landwirtschaftlicher Erzeuger (FBZPR) mit Verweis auf die mit der Coronakrise einhergehenden wirtschaftlichen Verwerfungen und der Wichtigkeit einer reibungslosen Lebensmittelerzeugung weitere staatliche Hilfen eingefordert.

In Polen hat der Verband landwirtschaftlicher Erzeuger (FBZPR) mit Verweis auf die mit der Coronakrise einhergehenden wirtschaftlichen Verwerfungen und der Wichtigkeit einer reibungslosen Lebensmittelerzeugung weitere staatliche Hilfen eingefordert.

In einem an Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski adressierten Schreiben verlangt der Verband unter anderem eine beschleunigte Auszahlung der Direktbeihilfen sowie eine Stornierung oder Aufschiebung derzeit anstehender Abgaben und Steuern.

Um den durch die Krise unter wirtschaftlichen Druck geratenen Betrieben unter die Arme zu greifen, soll die Regierung ausserdem den Aufschub von Krediten und Pachtzahlungen prüfen. Auch die wegen der Dürre beschlossenen Hilfsgelder müssten jetzt zügig bei den Bauern ankommen, so der Verband.

Dessen Vorsitzender Marian Sikora wies darauf hin, dass die aktuellen Schwierigkeiten vor allem aus der Schließung von Grenzen und Restaurants sowie aus Logistikproblemen resultierten und daher nicht den Landwirten angelastet werden könnten. Wolle man die Arbeitsfähigkeit der Bauern und damit die Lebensmittelversorgung gewährleisten, müsse die Branche jetzt an anderer Stelle entlastet werden.

Unterdessen hat die ungarische Regierung ihren Landwirten die zügige Auszahlung der zum Teil noch ausstehenden Fördergelder aus dem vergangenen Jahr zugesichert. Laut Landwirtschaftsminister István Nagy werden damit in den kommenden drei Monaten umgerechnet insgesamt 342 Mio. Euro (362 Mio. Fr.) an die heimischen Betriebe überwiesen. Weitere Schritte zur Sicherung der Liquidität der Agrarunternehmen würden notfalls folgen.

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