In Polen ist wieder eine hitzige Diskussion um mögliche Getreideimporte aus der Ukraine entbrannt. Das Landwirtschaftsministerium in Warschau sah sich aufgrund von Mutmassungen in den Medien über Getreidelieferungen aus dem Nachbarland veranlasst, am 18. Januar auf der Plattform X klarzustellen, dass das Einfuhrverbot für Getreide aus der Ukraine weiterhin in Kraft sei.
Dieses werde aufrechterhalten, bis entsprechende Mechanismen von der EU entwickelt worden seien, die den Schutz des polnischen Marktes gewährleisteten. Gleichzeitig appellierte das Ministerium, alle Informationen über einen möglichen «illegalen» Import von ukrainischem Getreide nach Polen den Strafverfolgungsbehörden zu melden.
Staatssekretär Stefan Krajewski hatte zuvor gegenüber der Presse betont, «bis wir andere Lösungen finden, wird das Embargo beibehalten». Es würden Gespräche über Lösungen wie die Lizenzierung von Transport und Transit geführt. Bevor eine Lieferung nach Polen gehe, müsse die ukrainische Seite das den polnischen Diensten melden, und diese würden dann darüber entscheiden, so der Staatssekretär.
