Polen zahlt erste Dürrehilfen aus

In Polen hat die Auszahlung von Nothilfen an die von der diesjährigen Dürre betroffenen Landwirte begonnen.

In Polen hat die Auszahlung von Nothilfen an die von der diesjährigen Dürre betroffenen Landwirte begonnen.

Wie Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski berichtete, hat die zuständige Behörde für Restrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARIMR) bis Anfang vergangener Woche bereits 449 Anträge positiv beschieden und die entsprechenden Hilfsgelder auf die Konten der Bauern überwiesen. 

Dabei handelte es sich dem Minister zufolge um besonders schwere Fälle, bei denen die Ausfälle 70% des mehrjährigen Durchschnitts überschritten hätten. Laut Ardanowski hat die Behörde bisher rund 28'000 Anträge auf Dürrehilfen entgegengenommen. Zwischenzeitlich sei die Antragsfrist von Ende
September auf Ende Oktober verlängert worden, da wegen der erst jetzt einsetzenden Niederschläge mit weiteren Trockenschäden bei den späten Kulturen gerechnet werden müsse. 

Zur Unterstützung der Landwirte hatte die polnische Regierung bereits im Sommer ein Hilfspaket im Umfang von umgerechnet 350 Mio. Euro (400 Mio. Fr.) geschnürt. Dabei werden finanzielle Hilfen nach dem Schweregrad gestaffelt: Betriebe, bei denen die dürrebedingten Verluste 70% übersteigen, erhalten rund 233 Euro/ha (265 Fr.). Landwirte, die Ernteausfälle vonmindestens 30% nachweisen können, werden mit 116 Euro/ha (132 Fr.) unterstützt.

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