Am Weltmarkt hat sich der Druck auf die Preise für Milchprodukte abgeschwächt. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) ging es am Dienstag vergangener Woche mit dem zusammenfassenden Preisindex der sieben gehandelten Molkereierzeugnisse im Vergleich zur vorherigen Versteigerung von Mitte April um 1,1 % nach unten.
Bei den vier vorangehenden Handelsrunden hatten die Preise seit Anfang März deutlich stärker nachgegeben. Bei der jüngsten Versteigerung schnitt Labkasein mit einem Wertzuwachs von durchschnittlich 6,8 % am besten ab, gefolgt von wasserfreiem Milchfett mit einem Preisplus von 2,4 % im Vergleich zur Auktion vor drei Wochen. Auch Butter ließ sich wieder etwas teurer verkaufen; die Tonne erlöste im Mittel aller gehandelten Kontraktlaufzeiten 3 829 $ (2 805 Euro), das waren 1,6 % mehr als Mitte April.
Fortgesetzt hat sich dagegen die Preisschwäche am Milchpulvermarkt. Die Anbieter von Magermilchpulver erlösten im Schnitt aller Liefertermine 3 873 $/t (2 791 Euro), das waren 2,3 % weniger als beim vorherigen Versteigerungstermin. Innerhalb von drei Monaten ist der Preis um gut 18 % eingebrochen. Noch etwas stärker war seit Anfang Februar der Wertverlust bei Vollmichpulver mit 1 077 $/t (776 Euro) oder knapp 22 %.
Auch bei der jüngsten Auktion tendierten die Preise des wichtigsten GDT-Produktes schwächer. Die Tonne wurden gegenüber dem Handelstermin von Mitte April mit einem durchschnittlichen Abschlag von 1,7 % gehandelt und erlöste über alle Kontraktlaufzeiten hinweg nur noch 3 928 $ (2 831 Euro). Hauptanbieter Fonterra konnte Mitte April sein Vollmilchpulver mit Lieferterminen ab September 2014 noch für mehr als 4 200 $/t (3 027 Euro) verkaufen; bei der jüngsten Auktion waren die Kunden nur noch bereit, etwas mehr als 3 900 $/t (2 810 Euro) zu zahlen.